Minimalismus als Lebensphilosophie

Veröffentlicht am 16. Januar 2026 um 08:41

„Früher wollte ich etwas mit Menschen machen. Jetzt finde ich Steine nett.“

Kennst du das Gefühl, dass Menschen manchmal einfach zu viel werden? Dass Gespräche, Treffen und Erwartungen anstrengend sind? Dass viel zu oft "die Stimmung kippt" und es unfassbar viel Energie benötigt, positiv zu bleiben?

Wenn auch du merkst, dass du mehr Ruhe brauchst, könnte Minimalismus in deinem Alltag ein echter Gamechanger sein

– nicht nur in Sachen Besitz, sondern auch für deine Energie und dein Wohlbefinden.

Warum Minimalismus im Alltag hilft

Minimalismus ist nicht nur ein Aufräumtrend.

Es geht darum, bewusst zu entscheiden: Was tut mir gut?

Wofür möchte ich meine Zeit, Energie und Aufmerksamkeit investieren?

 

Tipps für den Alltag:

  • Entrümple deine Termine: Sag öfter „Nein“ zu Verpflichtungen, die dich erschöpfen.

  • Reduziere digitalen Ballast: Weniger Social Media, weniger Benachrichtigungen – mehr Ruhe.

  • Überdenke Beziehungen: Menschen, die dir Energie rauben, dürfen ruhig weniger Raum in deinem Leben bekommen.

 

Grenzen setzen – ohne schlechtes Gewissen

Es ist okay, anstrengende Situationen zu meiden oder Grenzen zu ziehen.

Selbstfürsorge bedeutet, dass du auf dich achtest, bevor du ausbrennst.

So kannst du anfangen:

  • Kleine Pausen einplanen: 10–15 Minuten bewusst offline sein.

  • Eigene Bedürfnisse erkennen: Frage dich: „Was brauche ich gerade wirklich?“

  • Rituale für dich selbst schaffen: Ein Spaziergang, ein Tee, ein gutes Buch – egal was, Hauptsache es lädt dich auf.

  • Gönn dir Allein-Momente - so viele du willst!

 

 

Ein Künstler, der verstand

Neulich habe ich das Castello Incantato in Sciacca, Sizilien besucht.

Ein magischer Ort zwischen alten Steinen, geheimnisvollen Wegen und stillen Ecken.

Der Künstler, der es erschuf, fühlte sich von der Welt unverstanden. Also baute er sein eigenes Königreich – aus Steinen mit Gesichtern, die seine Begleiter und Untertanen waren. Er wurde lange als "verrückt" bezeichnet, bevor sein Lebenswerk als Kunst betitelt wurde.

Aber ehrlich? Manchmal fühlt man sich doch genau so. Man möchte ein eigenes Königreich erschaffen – aus Steinen… Katzen… Kakteen… was auch immer – nur keine Menschen. Dieses Gefühl kennt wohl jeder, der ab und zu Ruhe braucht vor Emotionen, Befindlichkeiten und Ego.

 

Tipps, wie du dein eigenes „Königreich“ erschaffst

Du musst nicht gleich hunderte Gesichter in Steine meißeln. Dennoch lohnt es sich, dir dein eigenes Königreich zu erschaffen:

  1. Finde deine eigene Ruhe-Oase: Zuhause, draußen in der Natur oder einem besonderen Ort, der dir Ruhe schenkt.

  2. Kreiere kleine Rituale: Tee trinken, malen, spazieren, schreiben – Dinge, die nur dir gehören.

  3. Weniger Menschen, mehr Klarheit: Sei wählerisch, wem du deine Zeit schenkst.

  4. Schaffe Symbolik: Ein Lieblingsstein, eine Pflanze oder ein kleines Kunstprojekt kann dein Königreich werden.

  5. Akzeptiere dein Alleinsein: Es ist kein Mangel, sondern ein Luxus, der dich stärkt.

 

 

Fazit

Minimalismus, Selbstfürsorge und Rückzug sind kein Trend – sie sind eine Lebensphilosophie.

Manchmal bedeutet Liebe zu sich selbst, Abstand zu halten. Und manchmal bedeutet sie, die Welt einfach draußen zu lassen.

 

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