Minimalismus beginnt nicht im Schrank, sondern im Kopf
Minimalismus – man denkt ja sofort an:
„Oh, ich muss jetzt alles aussortieren, meine Wohnung sieht aus wie ein IKEA-Katalog und ich darf nichts mehr besitzen.“
Aber wer Minimalismus so versteht, hat nur an der Oberfläche gekratzt.
Minimalismus beginnt nicht bei den Dingen, sondern bei dir selbst.
Es geht darum, auf sich zu hören. Auf das leise „Nein, das fühlt sich nicht richtig an!“ im Bauch. Und ja, manchmal ist dieses Nein verdammt laut – und das darf es auch sein.
Minimalismus im Alltag: Mut zum Nein sagen
Ein Beispiel aus meiner eigenen Minimalismus-Erfahrung:
Mein Nachbar – eher so der freundliche Typ, den man ab und zu grüßt – lud mich spontan zu seiner Geburtstagsparty ein. Ich kannte ihn nur flüchtig, die anderen Gäste so gut wie gar nicht.
Alles in mir schrie: NEIN.
Früher hätte ich vielleicht gezögert.
Gedacht: „Ach komm, das ist nett. Sag nicht ab. Enttäusche niemanden.“
Aber mit meinem neuen Minimalismus-Mutlevel packte ich das große Wort aus:
„Nein danke, ich komme nicht.“
Wenn Minimalismus andere irritiert
Die Reaktion?
Beleidigt. Funkstille.
Tja.
Aber wisst ihr was?
Ich habe an diesem Abend auf dem Sofa gesessen, meine Ruhe genossen, lecker gegessen und Netflix ohne nervigen Höflichkeits-Smalltalk marathont.
Und genau darum geht es beim Minimalismus:
Es ist kein Verzicht. Es ist Wahlfreiheit.
Minimalismus heißt, die eigenen Grenzen zu respektieren
Minimalismus bedeutet auch:
-
die eigenen Grenzen erkennen
-
allein sein dürfen
-
Ruhe genießen
-
Dinge nicht tun müssen, nur weil andere es erwarten
Kein schlechtes Gewissen.
Kein „Ich müsste ja eigentlich …“.
Nur du und dein Atem.
Vielleicht ein gutes Buch.
Oder fünf Folgen Bridgerton.
Oder einfach Stille.
Minimalismus ist nicht immer bequem – aber ehrlich
Und ja, manchmal kommt dabei ein bisschen Drama heraus.
Menschen sind beleidigt. Erwartungen werden verletzt.
Minimalismus ist nicht immer bequem.
Aber er ist ehrlich, direkt und befreiend.
Was Minimalismus wirklich bedeutet
Kurz gesagt:
Minimalismus ist
-
Mut zum Nein
-
Freude am Weniger
-
Liebe zu sich selbst
-
und ein bisschen Chaos darf auch sein
Es ist wie ein unsichtbarer Superhelden-Umhang.
Du entscheidest:
-
was du trägst
-
wem du begegnest
-
welche Verpflichtungen du annimmst
Und du musst niemandem gefallen.
Fazit: Sortiere nicht nur Dinge aus
Also sortiert nicht nur eure Schränke aus, sondern auch:
-
Termine
-
Erwartungen
-
Verpflichtungen
Hört auf euer Bauchgefühl.
Lacht über die, die beleidigt sind, weil ihr mal Nein gesagt habt.
Und genießt die Freiheit, die entsteht, wenn ihr euch selbst den Vorrang gebt.
Minimalismus kann ernst sein.
Aber Spaß dabei haben darf man auf jeden Fall.
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