Manchmal sind die einfachsten Gerichte die besten.
Das stelle ich hier auf Sizilien immer wieder fest. Während wir oft glauben, dass ein gutes Essen kompliziert sein muss, besteht die mediterrane Küche meistens aus genau dem Gegenteil. Wenige Zutaten, viel Geschmack und die Kunst, gute Produkte einfach für sich sprechen zu lassen.
Dieses Gemüsegericht ist das beste Beispiel dafür.
Neulich war es einer dieser Abende, an denen ich eigentlich keine Lust hatte zu kochen. Der Arbeitstag war lang gewesen, der Hunger groß und meine Motivation, stundenlang in der Küche zu stehen, praktisch nicht vorhanden. Also öffnete ich den Kühlschrank und schaute, was noch da war.
Eine Aubergine - natürlich.
Ein paar Zucchini.
Tomaten.
Knoblauch.
Ein Stück Grana Padano.
Mehr eigentlich nicht.
Also wanderte alles in eine Schüssel, wurde mit gutem Olivenöl vermischt, mit Kräutern gewürzt und landete anschließend im Airfryer.
Keine halbe Stunde später saß ich draußen und aß ein Gemüsegericht, das nach Sommer, Sonne und einem Abend irgendwo zwischen Olivenbäumen und Meer schmeckte.
Seitdem gehört dieses Rezept zu meinen absoluten Favoriten.
Warum ich dieses Rezept so liebe
Was ich an diesem Gericht besonders mag, ist die Kombination aus Einfachheit und Geschmack. Die Aubergine wird wunderbar weich und cremig und saugt das Olivenöl auf wie ein Schwamm. Die Zucchini bekommen leicht geröstete Stellen, die Tomaten sorgen für Frische und der Knoblauch macht genau das, was Knoblauch immer macht: Er sorgt dafür, dass die ganze Küche plötzlich fantastisch riecht.
Dazu kommen Kräuter, gutes Olivenöl und am Ende eine großzügige Portion Grana Padano, die im Airfryer leicht schmilzt und an manchen Stellen sogar ein wenig knusprig wird.
Mehr braucht es eigentlich nicht.
Zumindest nicht für mich.
Zutaten für 2 Portionen
- 1 große Aubergine
- 1–2 Zucchini
- 2 Tomaten oder eine Handvoll Cocktailtomaten
- 2–3 Knoblauchzehen, grob gehackt
- 3–4 EL extra natives Olivenöl
- Salz und schwarzer Pfeffer
- ½ TL Oregano
- ½ TL Rosmarin oder Thymian
- Optional etwas Chili
- Optional 2–3 EL Passata (also passierte Tomaten)
- Frisch geriebener Grana Padano
- Einige Blätter frisches Basilikum, wenn gerade da.
Gemüse vorbereiten
Die Aubergine, die Zucchini und die Tomaten in grobe Würfel schneiden. Cocktailtomaten können einfach so, wie sie sind, mit rein.
Perfekte Würfel braucht dieses Gericht nicht. Im Gegenteil. Je rustikaler das Gemüse aussieht, desto besser passt es eigentlich zur mediterranen Küche.
Den Knoblauch ebenfalls nur grob hacken. Er soll später Aroma abgeben und nicht schon nach wenigen Minuten verbrennen.
Alles miteinander vermengen
Das Gemüse in eine große Schüssel geben und mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Oregano und Rosmarin vermischen.
Wer gerne etwas mehr Sauce hat, kann jetzt zusätzlich 2 bis 3 Esslöffel passierte Tomaten hinzufügen. Das sorgt später für eine wunderbar aromatische Verbindung aus Tomaten, Kräutern und Olivenöl.
Schon in diesem Stadium duftet die Mischung so gut, dass man kurz versucht ist, sie direkt zu essen.
Ich spreche aus Erfahrung.
Ab in den Airfryer
Den Airfryer auf 180 bis 190 Grad vorheizen.
Anschließend das Gemüse in den Korb geben. Es muss nicht perfekt verteilt werden. Die Stücke dürfen sich ruhig etwas überlappen und stapeln. Das macht die Sache deutlich entspannter und geschmacklich keinen Unterschied. Manchmal glaube ich ohnehin, dass Gemüse viel besser wird, wenn man es nicht ständig kontrolliert.
Der Grana-Padano-Moment
Das Gemüse insgesamt etwa 15 bis 18 Minuten garen und nach der Hälfte der Zeit einmal durchschütteln.
Nach etwa 10 bis 12 Minuten den frisch geriebenen Grana Padano großzügig über das Gemüse streuen und für die letzten fünf Minuten zurück in den Airfryer geben.
Jetzt passiert der schönste Teil des Rezepts. Der Käse beginnt langsam zu schmelzen, verbindet sich mit dem Gemüse und bildet an einigen Stellen kleine goldbraune Krusten. Spätestens jetzt wird es schwer, geduldig zu bleiben. Falls du zwischendurch den Korb öffnest, um „nur mal kurz zu schauen“, bist du übrigens nicht allein.
Servieren und genießen
Das fertige Gemüse direkt aus dem Airfryer auf Teller verteilen und mit frischem Basilikum bestreuen, wenn er denn vorhanden ist. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm.
Mehr braucht es eigentlich nicht.
Die Kombination aus weicher Aubergine, aromatischen Tomaten, gerösteten Zucchini und würzigem Grana Padano funktioniert so gut, dass man fast vergisst, wie wenig Aufwand dahintersteckt.
Und jetzt heißt es: Genießen! Buon Appetito!
Natürlich kann man dieses Gericht bei großem Hunger auch optimal mit Couscous, Pasta, Kartoffeln oder sonstigen Köstlichkeiten kombinieren.
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Kommentare
Hallo ihr Sizilianer, es ist super was ich lesen darf .
Es ist Abenteuer und Erfahrungen annehmen.
..Ich wünsche euch alles alles Gute..