Limoncello ist mehr als ein Likör.
Er ist Sommer in flüssiger Form, ein kleiner Sonnenstrahl nach dem Essen und der Beweis dafür, dass Zitronen in Italien einfach besser schmecken.
Kaum ein Essen endet hier ohne ein kleines Glas davon. Nicht hastig, nicht nebenbei.
Sondern langsam, mit einem Lächeln und dem Gefühl, dass der Tag genau so richtig war.
Natürlich kann man Limoncello in allen erdenklichen Variationen kaufen.
Im Supermarkt, im Souvenirladen, in hübschen Flaschen mit Etiketten, die Sonne versprechen, mal lecker, mal nicht so.
Aber ehrlich gesagt:
Selbstgemacht schmeckt er einfach besser.
Nicht nur, weil man weiß, was drin ist.
Sondern weil man ohne lange Zutatenlisten auskommt. Ohne dubiose E-Nummern, ohne Aromen, die mehr versprechen als sie halten.
Und weil man sich selbst oder seine Gäste mit etwas verwöhnt, das wirklich besonders ist.
Die Crema-Variante
Die Crema di Limoncello ist die weichere, cremigere Schwester des Klassikers.
Etwas runder, etwas sanfter und mindestens genauso gut gelaunt.
Und das Beste:
Diese Versionen kommen ganz ohne Ziehzeit aus. Keine Wochen des Wartens, kein großes Drama. Einfach machen, kühlen, genießen.
Ein kurzer Blick auf den Klassiker
Traditionell wird Limoncello aus Zitronenschalen, Alkohol, Wasser und Zucker hergestellt und braucht Zeit.
Viel Zeit.
Großartig, keine Frage.
Aber nicht immer alltagstauglich.
Diese Rezepte sind für alle, die Lust auf Zitronenglück haben, ohne Geduldstraining und ohne merkwürdige Inhaltsstoffe, die nicht hinein gehören:
Zwei schnelle Crema-Varianten (ohne Ziehzeit)
Variante 1: Klassisch & kräftig
Intensiv, zitronig und eher ein kleiner Digestif als ein Dessertlikör.
Zutaten
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700 ml Wodka
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350 ml Mandelmilch (auch hier gilt: am besten selbst gemacht oder gekauft diejenige mit den wenigsten Inhaltsstoffen)
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200 g Rohrohrzucker
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Schale und Saft von 4 Bio-Zitronen
Zubereitung
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Zitronen gründlich waschen. Schale fein abreiben (nur das Gelbe) und Saft auspressen.
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Zucker, Zitronenabrieb und Zitronensaft in einen Topf geben und langsam erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Nicht kochen.
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Mischung vollständig abkühlen lassen.
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Wodka unterrühren.
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Erst jetzt die Mandelmilch langsam einrühren.
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Durch ein feines Sieb abseihen und in saubere Flaschen füllen.
Variante 2: Cremig & mild
Weicher, runder und perfekt für alle, die es etwas sanfter mögen.
Zutaten
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500 ml ungesüßte Mandelmilch
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200–250 ml Wodka
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150 g Rohrohrzucker
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Schale und Saft von 3 Bio-Zitronen
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optional: 1 TL Vanilleextrakt
Zubereitung
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Zitronen waschen, Schale fein abreiben und Saft auspressen.
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Zucker, Zitronenabrieb und Zitronensaft sanft erhitzen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Nicht kochen.
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Abkühlen lassen.
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Wodka unterrühren.
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Mandelmilch (und optional Vanille) langsam einrühren.
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Durch ein feines Sieb filtern und abfüllen.
Haltbarkeit
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Im Kühlschrank:
ca. 3–4 Wochen bei sauberem Arbeiten und gut verschlossenen Flaschen -
Ohne Milch (nur Alkoholbasis):
deutlich länger haltbar, mehrere Monate -
Gefrierfach:
problemlos möglich – der Alkohol verhindert das Durchfrieren und macht die Crema besonders samtig
Vor dem Servieren kurz schütteln, da sich die Milch leicht absetzen kann.
Servieren
Eiskalt, in kleinen Gläsern.
Langsam trinken.
Und kurz vergessen, wie grau der Winter anderswo gerade ist 🍋
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